Bau­ge­n­eh­mi­gun­gen steigen im August um 6,8 Prozent

Veröffentlicht am 3 Min. LesezeitKI-generiert

Die Baugenehmigungen für Wohnungen steigen im August 2026 um 6,8 Prozent. Mehr genehmigte Projekte bedeuten jedoch noch keine Entspannung beim Angebot.

Die deutschen Baubehörden haben im August 2026 insgesamt 20.600 Wohnungen genehmigt. Gegenüber August 2025 entspricht das einem Zuwachs von 6,8 Prozent beziehungsweise 1.300 Wohnungen. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die Ergebnisse am 16. Oktober. Damit setzt sich die Erholung der Genehmigungszahlen fort, während die tatsächliche Bautätigkeit ein anderes Bild zeigt.13

Mehrfamilienhäuser tragen den Genehmigungsanstieg

Für die ersten acht Monate summiert sich die Zahl auf 169.400 genehmigte Wohnungen. Das sind 12,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl umfasst sowohl Neubauten als auch zusätzliche Wohnungen durch Arbeiten an vorhandenen Gebäuden. Allein auf neue Wohngebäude entfielen 137.500 Wohnungen, ein Plus von 12,7 Prozent.12

Den größten zahlenmäßigen Beitrag lieferten Mehrfamilienhäuser: Hier wurden 90.600 Wohnungen bewilligt, 14,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Einfamilienhäusern lag der Zuwachs bei 7,8 Prozent auf 31.500. In Zweifamilienhäusern wurden 10.000 Wohnungen genehmigt, ein Anstieg um 21,7 Prozent. Die stärkste prozentuale Zunahme lag damit nicht in der zahlenmäßig größten Gebäudegruppe.23

Auch Umbauten leisteten einen Beitrag. Im August wurden dadurch 4.200 zusätzliche Wohnungen genehmigt, 18,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für Januar bis August weist die Statistik 29.100 Wohnungen durch Veränderungen bestehender Gebäude aus. Das entspricht einem Zuwachs von 10,1 Prozent. Die Erholung beschränkt sich somit nicht auf neu errichtete Wohnhäuser.12

Genehmigungen sind noch kein zusätzliches Wohnungsangebot

Für die Einordnung ist der Unterschied zwischen genehmigten und fertiggestellten Wohnungen wesentlich. Im Jahr 2025 wurden bundesweit 206.600 Wohnungen fertig, 18,0 Prozent weniger als 2024. Das war der niedrigste Jahreswert seit 2012. Gleichzeitig standen Ende 2025 insgesamt 760.700 genehmigte Wohnungen noch vor ihrer Fertigstellung. Bei 307.200 davon hatte der Bau bereits begonnen. Der Bauüberhang umfasst also unterschiedliche Projektstadien.5

Aus den höheren Genehmigungszahlen lässt sich deshalb keine unmittelbar entsprechende Ausweitung des verfügbaren Angebots ableiten. Zudem weist Destatis auf eine statistische Besonderheit hin: Verspätete Meldungen der Behörden werden teilweise erst in späteren Berichtsmonaten berücksichtigt. Der Augustwert bildet daher nicht ausschließlich Entscheidungen ab, die tatsächlich im August getroffen wurden. Diese Einschränkung betrifft die zeitliche Zuordnung der Genehmigungen.15

Auftragslage bleibt trotz höherer Genehmigungszahlen schwach

Eine ebenfalls am 16. Oktober veröffentlichte ifo-Umfrage zeigt für September eine Verschlechterung des Geschäftsklimas im Wohnungsbau. Der Indikator fiel von minus 22,5 auf minus 25,1 Punkte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage nahezu unverändert einschätzten, beurteilten sie die kommenden Monate skeptischer. Damit steht den steigenden Genehmigungszahlen eine zurückhaltendere Erwartung der befragten Betriebe gegenüber.4

Über fehlende Aufträge berichteten unverändert 41,3 Prozent der Unternehmen. Zugleich nahm der Anteil der Betriebe mit stornierten Aufträgen von 13,4 auf 14,1 Prozent zu. Als Einordnung ergibt sich daraus: Die Genehmigungsstatistik signalisiert mehr bewilligte Vorhaben, die Unternehmensbefragung aber noch keine entsprechende Belebung der Auftragsbücher. Eine breite Erholung der Umsetzung ist damit bislang nicht belegt.4

Dieser Beitrag wurde automatisch mit KI erstellt.

Quellen

  1. Baugenehmigungen für Wohnungen im August 2026: +6,8 % zum VorjahresmonatStatistisches Bundesamt, 2026-10-16
  2. Baugenehmigungen steigen, der Bauüberhang bleibt das ProblemHaufe, 2026-10-16
  3. Wohnungsbau in Deutschland: Deutliches Plus bei Baugenehmigungentagesschau, 2026-10-16
  4. Stimmung im Wohnungsbau weniger zuversichtlichifo Institut, 2026-10-16
  5. 18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025Statistisches Bundesamt, 2026-05-22

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ist keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Maßgeblich sind die verlinkten Originalquellen.